Maiszünsler (Ostrinia nubilalis)
In klimatisch günstigen Gebieten kann besonders der Körner- und Zuckermaisanbau stark geschädigt werden. In der Regel werden die Eier ab Mitte Juli an der Blattunterseite abgelegt. Von hier aus wandern nach dem Schlüpfen die Raupen zur Rispe, dringen in den Stängel ein und können durch ihre Fresstätigkeit alle Organe der Pflanze schädigen. Zusätzliche Pilzinfektionen verursachen weitere Verluste.
Die wirtschaftliche Schadensschwelle liegt bei Körnermais bei 60-80 Raupen/100 Pflanzen.
Das Häckseln und Unterpflügen der Erntereste reduziert die Raupen des Maiszünslers deutlich. Eine weitere Bekämpfungsmöglichkeit bietet der Einsatz von Insektiziden (z. B. Baytroid), die jedoch auch Nützlinge schädigen können.
Die biologische Schädlingsbekämpfung durch Einsatz der Schlupfwespe Trichogramma evanescens, deren Eier nach den Empfehlungen des amtlichen Warndienstes vom Landwirt im Bestand ausgebracht werden, hat sich bewährt. Entsprechend präparierten Kartonrähmchen oder mit den Eiern des Parasiten gefüllte Kapseln werden auf der Fläche gleichmässig verteilt. Auch ein Abwurf aus Flugzeugen ist möglich. Nach dem Ausschlüpfen suchen die Trichogrammen die Eigelege der Maiszünsler auf und parasitieren diese durch Anstechen und Ablage von neuen Trichogramma-Eiern.
Die KWS hat in Zusammenarbeit mit der Biologischen Bundesanstalt in Darmstadt die maßgeblichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für den Einsatz dieses Verfahrens in Deutschland durchgeführt. Es ist das einzige Verfahren der biologischen Schädlingsbekämpfung, das im Ackerbau in Deutschland großflächig eingesetzt wird.
Insektizide zur Bekämpfung