Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2012 Biogas ist vielseitiger Energielieferant

Biogas ist vielseitiger Energielieferant

Bremen, 11.01.2012. "Auf Biogas können wir bei der Energiewende nicht verzichten", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium Peter Bleser auf der Jahrestagung des Fachverbandes Biogas. Neben Wind- und Sonnenenergie sei Biogas nicht zuletzt aufgrund seiner Speichermöglichkeiten und flexiblen Nutzungsformen ein wichtiger Lieferant für erneuerbare Energie. Derzeit erzeugten etwa 7.000 Biogasanlagen in Deutschland eine elektrische Leistung von rund 2.800 Megawatt. Sie lieferten die notwendige Energie für mehr als fünf Millionen Haushalte und deckten rund 3,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs ab.


"Auf Biogas können wir bei der Energiewende nicht verzichten"
"Auf Biogas können wir bei der Energiewende nicht verzichten"

"Mit Hilfe der EEG-Novellierung 2012 kommen die Vorzüge dieses Energieträgers noch besser zum Tragen", sagte Bleser. So würden Biogasanlagen mit größeren Gasspeichern oder mehreren Blockheizkraftwerken, die ihre Stromproduktion steuern können und so eine sinnvolle Ergänzung zu anderen erneuerbaren Ressourcen mit schwankendem Angebot darstellten, künftig speziell gefördert. Seit Anfang 2012 gebe es die sogenannte Flexibilitätsprämie, die in Verbindung mit dem Marktprämienmodell die Differenzen zwischen der EEG-Vergütung und den höheren Investitionen für die steuerbare Energieproduktion ausglichen. Die Bundesregierung setze bei der Biogasproduktion jedoch nicht nur auf Strom, sondern auch auf Wärme und Kraftstoffe, betonte Bleser. Heute sei noch nicht absehbar, in welchem Bereich künftig der größte Bedarf bestehen werde. Vor allem Kraftstoffe könnten eine wichtige Rolle spielen, da es dort bislang kaum erneuerbare Alternativen gebe. Hier könne Biomethan nicht zuletzt damit punkten, dass es gegenüber Biokraftstoffen der ersten Generation eine besonders hohe Flächeneffizienz aufweise. Großes Potenzial zur Effizienzsteigerung gebe es vor allem im Wärmebereich. "Bessere Konzepte zur Wärmenutzung aus der Kraft-Wärme-Kopplung wirken sich äußerst günstig auf die Treibhausgasbilanzen aus und sparen Ressourcen", sagte Bleser und appellierte an die Betreiber, diese Möglichkeiten noch mehr auszuschöpfen. Die Mindest-Wärmenutzungs-Pflicht des EEG 2012 ziele in diese Richtung. Als weitere wichtige Strategie für den Klima- und Ressourcenschutz er die verstärkte Nutzung von Gülle und biogenen Reststoffen. Die Bundesregierung habe hier im EEG 2012 Anreize gesetzt.

 

Wärme aus Bioenergie ist ein “schlafender Riese“

Berlin, 28.12.2011. Wärmeenergie aus erneuerbareren Quellen ist ein „schlafender Riese“. Darauf hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in einem Schreiben an Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen hingewiesen. Anlass für Sonnleitners Schreiben sind die Vorbereitungen des Umweltministeriums für den Erfahrungsbericht zum Erneuerbare Energien Wärmegesetz, der eine Grundlage für die anschließende Novelle des Gesetzes sein soll. Der Bauernverband sieht gerade bei der Wärme auf Basis von Biomasse große Chancen für die dezentrale Wertschöpfung. Dabei stünden die Energieeinsparung und eine möglichst ökonomisch und ökologisch effiziente Wärmenutzung im Vordergrund. „Bei Biogas halten wir die Kraft-Wärme-Kopplung für grundsätzlich vorzugswürdig“, schrieb Sonnleitner. „Gleichwohl sehen wir einen großen Handlungsbedarf, was die Förderung erneuerbarer Energieträger im Wärmebereich betrifft.“

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