Stimmung der Landwirte weiter relativ gut
Berlin, 19.01.2012. Die Stimmungslage der deutschen Landwirte ist unverändert gut. Das berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV) nach Auswertung des jüngsten Konjunkturbarometers Agrar. Dieser Konjunkturindex, der die Einschätzung der aktuellen und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von rund 2.000 befragten Landwirten und Lohnunternehmen zusammenfasst, habe im Dezember 2011 gegenüber dem Vorquartal sogar leicht nach oben tendiert. Dabei erreichte die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf der Notenskala von 1 bis 5 mit durchschnittlich 2,72 einen Spitzenwert, der bislang nur im März 2008 erreicht worden sei. Die Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Lage falle mit 3,01 zwar nicht so positiv aus, bleibe aber im Zeitvergleich weiterhin auf einem relativ hohen Niveau.
Das Stimmungsbild zur wirtschaftlichen Lage der Landwirtschaft habe sich nach den Dezember-Ergebnissen in den Ackerbaubetrieben wieder deutlich verbessert und erreichte das relativ hohe Niveau der Futterbaubetriebe, deren Stimmungswerte gegenüber September unverändert geblieben war, erklärte der DBV. Schlechter als die anderen Betriebsformen, aber etwas besser als im September beurteilten die Veredlungsbetriebe ihre aktuelle wirtschaftliche Lage. Allerdings sei dabei der Einbruch der Schweinepreise kurz vor der Jahreswende kaum noch in die Bewertung eingegangen. Die bessere Marktlage zur Zeit der Befragung läßt nach Meinung des Bauernverbandes die Einschätzung der künftigen wirtschaftlichen Situation in den Veredlungsbetrieben etwas besser ausfallen als in den Ackerbau- und Futterbaubetrieben, deren Stimmungswerte gegenüber September leicht zurückgegangen seien. Trotz dieser weiterhin relativ guten Stimmung sei die Investitionsbereitschaft der Betriebe im Jahresvergleich etwas zurückgegangen, insbesondere bei Investitionen in erneuerbare Energien. Rund 40 Prozent der Betriebe wollen in den nächsten sechs Monaten investieren, 3 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Etwa 2 Prozentpunkte davon gehen auf eine verringerte Investitionsbereitschaft in erneuerbare Energien zurück. Dieser Rückgang ist nach Aussage des DBV ausschließlich auf den starken Rückgang an geplanten Biogasanlagen zurückzuführen.