Starke Förderung für nachwachsende Rohstoffe
Gülzow, 23.01.2012. Die Förderung nachwachsender Rohstoff ist in Deutschland ein wichtiges Anliegen, das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) finanziell stark unterstützt wird. Die mit der Mittelvergabe beauftragte Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) nennt im Jahresbericht 2010/2011 insgesamt 435 laufende Projekte mit einem Gesamt-Fördervolumen von knapp 160 Mio. Euro, gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 38 Projekten oder gut 5,5 Millionen Euro.
Zu den herausragenden Projekten zählte die Fachagentur den Start eines Forschungsverbundes, der sich mit der Frage der Emission klimarelevanter Spurengase bei der Biogaserzeugung beschäftigt, insbesondere beim Anbau der Biomasse und der Ausbringung der Gärreste. Ein ähnliches Projekt für den Biokraftstoffsektor sei im Berichtszeitraum abgeschlossen worden. Außerdem standen viele potenzielle Energiepflanzen auf dem Prüfstand, unter anderem Buchweizen, Quinoa, Sorghum, Pappeln, Wildpflanzen, Sonnenblumen und die Durchwachsene Silphie. Mit rund 43 Prozent erhielten Forschungs- und Entwicklungsprojekte zum Thema Bioenergie den größten Anteil der Fördermittel. Für Vorhaben aus dem chemisch-technischen Bereich wurden 39 Prozent aufgewendet und 18 Prozent entfielen auf sonstige Maßnahmen, insbesondere auf Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherinformation. Hierzu zählen die 25 Bioenergie-Regionen sowie 12 regionale Bioenergie-Beratungsprojekte, die sich in erster Linie an Land- und Forstwirte wenden. Auch bei der FuE-Förderung der FNR spielten Energiepflanzen eine wichtige Rolle. Innerhalb der Bioenergiesparte stellten entsprechende Projekte den größten Anteil. Den 76 Vorhaben kamen 66 Prozent der Fördermittel zu Gute. Die weiteren Mittel im Bioenergiebereich verteilten sich auf Vorhaben zu Festbrennstoffen, Biokraftstoffen und Biogas. Der Anbau von Energiepflanzen hat in Deutschland 2011 um rund 130.000 auf insgesamt knapp 2 Mio. Hektar zugenommen und liegt damit weit vor dem Anbau zur stofflichen Nutzung (rund 315.000 Hektar).