Initiative für Kennzeichnung regionaler Lebensmittel
Berlin, 25.01.2012. Zur Internationalen Grünen Woche hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner eine bundesweite Initiative für eine bessere Kennzeichnung regionaler Lebensmittel gestartet. "Es gibt viele erfolgreiche Anbieter, die ihre regional erzeugten Produkte mit großem Engagement bewerben. Bisher kann der Kunde aber leider nicht immer erkennen, ob drin ist, was draufsteht", erklärte Aigner. Deshalb arbeite ihr Ministerium mit den Regionalanbietern an einer besseren Regionalkennzeichnung.
Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Ministeriums achtet die Hälfte aller Verbraucher beim Einkauf auf Lebensmittel aus der Region. 79 Prozent der befragten Verbraucher wären danach bereit, mehr Geld für regionale Lebensmittel auszugeben. Doch nicht einmal jeder Fünfte fühlt sich über die Herkunft regionaler Lebensmittel verlässlich informiert, so das Ergebnis der Umfrage. "Was wir brauchen, sind klare Kriterien für eine aussagekräftige und verlässliche Regionalkennzeichnung in Deutschland", erklärte die Bundesministerin. Verbraucher müssten beim Blick auf die Verpackung erkennen können, warum ein Hersteller sein Produkt "regional" nenne. Ein "Regionalfenster" auf Lebensmitteln soll dazu der Rahmen sein: Bei zusammengesetzten Produkten könne für jede Zutat einzeln transparent gemacht werden, aus welcher Region sie zu welchem Prozentsatz stammt. Neben Aussagen zur Rohstoff-Herkunft seien auch Aussagen zum Ort der Verarbeitung möglich. Ziel sei es, in Deutschland eine klare und transparente Kennzeichnung für regionale Produkte durchzusetzen. Die Nutzung dieses freiwilligen "Regionalfensters" soll mit einem Zertifizierungs- und Kontrollsystem verbunden sein.