Ziele und Merkmale des KWS Risikomanagements
Unternehmerische Chancen identifizieren und tatkräftig realisieren
Die Verantwortung, unternehmerische Chancen zu identifizieren und zu nutzen, liegt in den einzelnen Geschäftsbereichen. Sie werden in der rollierenden operativen Planung erfasst und im regelmäßigen Reporting verfolgt. Dabei werden längerfristige strategische Ziele und Maßnahmen in den Entscheidungsprozess einbezogen.
Gelebte Vertrauenskultur
Das Risikomanagement der KWS basiert auf dem Vertrauen in die Mitarbeiter und der langjährigen Erfahrung, dass jeder Einzelne verantwortungsbewusst gegenüber sich selbst, seinen Kollegen und dem gesamten Unternehmen handelt. Das Risikomanagementsystem umfasst das strategische Planungs- und Beteiligungscontrolling, das laufende operative Controlling und die Qualitäts- und Prozessüberwachungssysteme. Die Revision wird bei KWS durch externe Audits von erfahrenen Revisoren vorgenommen und ist ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements zur Sicherung funktionierender interner Kontrollen. Jährlich werden mehrere Prüfungen der Prozessabläufe und Organisationseinheiten durchgeführt. Zusätzlich zu dem bereits bestehenden System wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Erweiterung des internen Kontrollsystems vorgenommen, die eine zentrale Koordination und Dokumentation der einzelnen Risiken, der zugehörigen Kontrollen sowie der zuständigen Mitarbeiter vorsieht. Das verfeinerte interne Kontrollsystem, verbunden mit der internen Revision und der Compliance, wurde installiert, um die Mitarbeiter zu entlasten und für eigenständige Prüfungen und Kontrollen zu sensibilisieren. Die Verantwortung für das Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand. Es erfüllt die gesetzlichen Anforderungen, indem es sicherstellt, dass alle wesentlichen Risiken jährlich systematisch erhoben und überprüft, mit Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Auswirkungen bewertet, dokumentiert, gesteuert und überwacht werden. In der Umsetzung bei KWS wurden über 100 wesentliche Risiken und entsprechende Kontrollmöglichkeiten beschrieben. Die Risiken wurden mit ihrer individuellen „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „möglichen Schadenshöhe“ bewertet. Die Wesentlichkeit orientiert sich an der Auswirkung auf das Betriebsergebnis (EBIT) oder an speziellen qualitativen Indikatoren. Die einzelnen Risiken oder Prozessabschnitte werden jeweils Kontrolldurchführenden und Kontrollverantwortlichen zugewiesen. Darüber hinaus werden manuelle und automatisierte Kontrollen für die erfassten Risiken eingerichtet. Mittels eines neu eingerichteten Workflows berichten Kontrolldurchführende und –verantwortliche über die vorgenommenen Kontrollen und Ergebnisse sowie ggf. eingeleitete Maßnahmen an den Risikomanager. Falls die Einhaltung einzelner Punkte des jeweiligen Regelwerkes nicht gewährleistet ist, wird dieses erläutert.