Phytosanitäre Wirkung
Phytosanitäre Wirkung
Der Zwischenfruchtanbau kann einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der Fruchtfolge leisten, sofern die Zwischenfrucht nicht selbst Wirtspflanze für Krankheitserreger und Schädlinge der Hauptkultur ist. Wichtig ist deshalb die Auswahl der geeigneten Arten.
In der Schweiz sind die Rübennemathoden (Heterodera schachtii) glücklicherweise kein grosses Problem. Mit dem Einsatz von resistenten Zwischenfrüchten kann man aber eine vorbeugende Wirkung erzielen und ein überschreiten der Schadschwelle kann so eventuell verhindert werden. KWS hat speziell für die Nematodenbekämpfung Gelbsenf- und Ölrettichsorten gezüchtet.
Wichtig für einen hohen Bekämpfungserfolg ist die zeitige Aussaat nach einer frühräumenden Hauptkultur wie z. B. Wintergerste. Einerseits benötigen die Larven zum Schlüpfen hohe Bodentemperaturen und ausreichende Bodenfeuchtigkeit. Auf der anderen Seite ist eine intensive Entseuchung von der Ausbildung eines ausgeprägten Wurzelsystems abhängig. Für die frühe Aussaat sollten Sorten mit langer vegetativen Entwicklung gewählt werden. Denn bei vorzeitig einsetzender Blüte, wird das Wurzelwachstum eingestellt und damit keine weitere Entseuchungswirkung erzielt.
Eine phytosanitäre Wirkung läßt sich auch mit Pflanzen erzielen, die aufgrund ihrer Herkunft für einheimische Schaderreger keinen Wirt darstellen.
So hat sich beispielsweise Phacelia aufgrund ihrer Nematodenneutralität als ideale Gründüngungspflanze in den Rübenanbaugebieten erwiesen, in denen bislang keine Verseuchung vorliegt.
Ein anderes Beispiel: Im Kartoffelanbau zeigte sich nach Anbau von Ölrettich eine geringere viröse Eisenfleckigkeit.