Mietenpflege: Sichern Sie Ihre Spitzenerträge
Die laufende Rübenkampagne beeindruckt mit gewaltigen Erträgen. Regional sind inzwischen über zwei Drittel der Rüben gerodet. Auf Grund der großen Erntemengen wird sich die Verarbeitung in einigen Werken weit nach hinten schieben. Entsprechend lange müssen die Rüben am Feldrand lagern. Um Verluste bei der Lagerung zu verhindern sollten einige Punkte beachtet werden.
Eine erfolgreiche Mietenabdeckung schützt die Rüben vor Niederschlägen und Frost, minimiert so die Zuckerverluste und verbessert die Erdabreinigung.
Das Abdecken muss rechtzeitig nach der Ernte erfolgen. In Abhängigkeit vom Zuckerunternehmen besteht eine Abdeckpflicht ab einem festen Termin. Als Abdeckmaterial hat sich das Vlies in der Praxis bewährt. Feuchtigkeit kann aus der Miete entweichen und Regenwasser wird an die Seiten abgeleitet.
Folgt auf eine Frostperiode ein Wärmeeinbruch verhindert das Vlies ein zu schnelles Auftauen der Rüben, so bleibt die Verarbeitungsfähigkeit erhalten.
Der Mietenfuß ist der am stärksten vom Frost betroffene Bereich. Deshalb muss die Abdeckung bis zum Boden reichen.
Achten Sie bei den noch zu rodenden Rüben auf eine schonende Ernte ohne Verletzungen. Die Mieten sollten entsprechend der Verladetechnik so breit wie möglich angelegt werden. Bei einer großen Mietenoberfläche wird die Eigenwärme optimal genutzt.
Vermeiden Sie Fahrspuren im Bereich der Miete bzw. ebnen Sie diese ein. Auch bei Frost können so alle Rüben von der Verlademaus aufgenommen werden.
Nematoden? Erdschwadbeprobung verschafft Klarheit!
Wenn Sie wissen möchten, ob Nematoden auf Ihren Flächen vorhanden sind oder nicht, besteht jetzt die beste Möglichkeit es zu erfahren. Ziehen Sie nach der Verladung der Rüben eine Probe aus dem Erdschwad hinter der Verlademaus und lassen Sie diese untersuchen.
Mehr Informationen zu Probenahme und Untersuchung bekommen Sie auf nematoden.info und bei Ihrem KWS Berater.